Neuer Gesetzesentwurf für Online Poker in Amerika

Der Gesetzesentwurf für die Lizenzierung

Online Casinos sind in Amerika in den letzten Monaten ein großes Streitthema und noch viel mehr ein bedeutendes Politikum geworden. Nachdem die Seiten der renommiertesten Anbieter von Texas Hold Em & Co. (wie etwa FullTilt und PokerStars) gesperrt worden sind, reißt die Flut an Meldungen nicht ab. An der Tagesordnung stehen Verhaftungen, Klagen oder immer lauter werdende Rufe nach Gesetzesänderungen. Der texanische Kongressabgeordnete Joe Barton hat nun einen Gesetzesentwurf vorgelegt, welcher den Weg zur Regulierung beziehungsweise Lizenzierung und Legalisierung von Texas Hold Em & Co. in den USA ebnen könnte. Der Republikaner hat seinen Gesetzesvorschlag, den er „Internet Gambling Prohibition Poker Consumer Protection and Strengthening UIGEA Act of 2011“ nennt, bereits vorgestellt. Der Einfachheit halber wird der Vorschlag aber lediglich als „The Online Poker Act of 2011“ bezeichnet. Dieser „Barton Bill“ genannte Entwurf erlaubt ausdrücklich die Lizenzierung von Online Casinos bzw. dezidiert Online Poker im amerikanischen Raum. Unterstützt wird Barton unter anderem von Kollegen aus anderen Bundesstaaten, wie etwa Shelley Berkley aus Nevada, John Conyers aus Michigan, Michael Grimm aus New York oder Mike Honda aus Kalifornien. Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass sich Online Casino-Anbieter in Staaten, in denen Glücksspiel erlaubt ist, registrieren können. Anschließend könne der Anbieter in allen Staaten aktiv sein, es sei denn einer der Staaten weigert sich dem Gesetz zuzustimmen und steigt aus der Vereinbarung aus.

Voraussetzungen für Online Casinos

Eine weitere Hürde: Ein Online Casino darf nur eröffnen, wer zumindest EIN reales Casino im Land betreibt. Für die typischen Online-Anbieter wie FullTilt und Co. würde das bedeuten: Entweder eine umfassende Kooperation mit einer bestehenden, realen Spielbank eingehen, oder aber das Eröffnen eines eigenen Poker-Rooms, wie der von PokerStars in Macao. Desweiteren müssen sämtliche Spieler 21 alt sein um spielen zu können, Kreditkarten können als Zahlungsmittel nicht zugelassen werden. Letzteres stellt den größten Kritikpunkt der Opposition am Vorschlag von Senator Barton dar. Bis dieser Entwurf im Senat landet, wird aber ohnehin noch ein wenig Zeit vergehen.

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